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18 Vereine, 18 Spieler (Teil 1)

In diesem Drei-Teiler möchte ich Ihnen aus jedem der 18 Vereine der 1. Bundesliga je einen ,,player to watch“ vorstellen.

FC Bayern: Jérôme Boateng

Als Jérôme Boateng vor ein, zwei Wochen endlich bei den Bayern unterschrieben hatte, war ich nicht ganz zufrieden. Wie man in zahlreichen meiner früheren Posts nachlesen kann, hätte ich mir lieber einen erfahreneren Spieler wie z.B. Alex von Chelsea gewünscht. Ich vermisse zwar weiterhin den erfahrenen und routinierten Top-Verteidiger auf Bayerns Mannschaftsfoto, aber Boateng hat mich trotz all meiner Bedenken von seinen Qualitäten überzeugt.
Als er vor einer Woche zum ersten Mal für die Bayern im Audi-Cup auflief, zeigte er sofort seine Qualitäten. Passsicher, organisierend, schnell, beweglich, zweikampfstark, einfach nur klasse! Man merkte sofort, dass da kein 33jähriger van Buyten sondern ein junger, talentierter Spieler auf dem Platz stand. Sogar Holger Badstuber wirkte viel sicherer an Boatengs Seite! Im Pokalspiel vor einigen Tagen konnten sowohl Boateng als auch Badstuber ihre Leistung und Stammplatz bestätigen.
Jérôme Boateng hat mich schon in seinen zwei ersten Spielen für die Bayern beeindruckt und weil ich gespannt bin ob er diese Leistung eine gesamte Saison über abrufen kann (was ich mir von ganzem Herzen wünsche!), ist der Halbbruder von Kevin-Prince Boateng mein ,,player to watch“ bei den Bayern.

Borussia Dortmund: Chris Löwe

Als Chris Löwe diesen Sommer für 500.000 Euro vom Chemnitzer FC in den Ruhrpott gewechselt ist, hat er sich wohl kaum Hoffnungen auf einen Stammplatz gemacht. Doch mit der Verletzung Marcel Schmeltzers öffnete sich die Tür ein klein wenig für Löwe. Jürgen Klopp schenkte ihm dsein Vertrauen in den Spielen der Vorbereitung und Löw hat es ihm eindrucksvoll zurückgezahlt.
Schnell, laufstark, zweikampfstark, eine ordentliche aber nicht übertriebene Portion Offensivdrang, schöne Flanken und ein gutes Auge für den Mitspieler zeichnen den 22jährigen aus. Eine ungemeine Coolness scheint auch im Gesamtpaket vorhanden zu sein, nicht umsonst war Chris Löwe einer der stärksten Dortmunder im Supercup gegen Schalke. Was das für einen jungen und unerfahrenen Spieler wie Löwe bedeutet, ist leicht auszudenken.
Doch wie im Liga-Total-Cup gegen Mainz und den HSV konnte Löwe auch gegen den königsblauen Erzrivalen überzeugen und da ich gespannt bin ob er diese Form halten und sich vielleicht sogar gegen Schmelzer durchsetzen kann (Löwe wird durch die Dreifach-Belastung sicherlich seine Einsatzminuten bekommen), ist der unerfahrene Abwehrmann mein ,,player to watch“ beim BVB.

Bayer Leverkusen: Andre Schürrle

Nachdem Andre Schürrle seine guten Leistungen in seiner Debütsaison 2009/2010 in der vergangenen Saison bestätigen konnte, war es nur noch eine Frage der Zeit bis ein europäischer Topklub anklopfen würde. Bayer Leverkusen machte das Rennen um den 22jährigen Außenstürmer, verpflichteten ihn für satte 8 Millionen und statteten ihn mit einem lukrativen Vertrag bis 2016 aus.
Doch warum ist ein Spieler, der sich in zwei Saisons beim FSV Mainz 05 bewiesen hat und sogar seit kurzem deutscher Nationalspieler ist mein ,,player to watch“?
Ganz einfach: Im Vergleich zu Mainz wird der Druck in Leverkusen drastisch in die Höhe schnellen. Von einem 8-Millionen-Zugang wie Schürrle erwartet man spielentscheidende Aktionen. Außerdem ist das Minimalziel in der BayArena die Champions League, was jede Woche Leistungen auf höchstem Niveau voraussetzt. Daneben muss sich der Außenstürmer noch in der Nationalelf beweisen. Obwohl er sogar Lukas Podolski in den letzten beiden Länderspielen übertrumpfen, sollte man nicht vergessen, dass es sich hier lediglich um Freundschaftsspiele handelte. Nun muss sich das Mainzer Eigengewächs aber in Quali-Spielen anbieten, sich keine Fehler erlauben und immer alles geben (trotz der Zweifach-Belastung im Klub) um die EM 2012 als Spieler erleben zu können.
Andre Schürrle steht vor einer schwierigen Saison, aber ich bin mir sicher, dass er sie bravourös meistern wird.

Werder Bremen: Marko Arnautovic

Seine Qualitäten sind genauso unbestritten wie sein launischer Charakter. Marko Arnautovic wechselte vor einer Saison für 6,2 Millionen Euro von Twente Enschede zu Werder Bremen und ist seitdem eher durch (kleinere) Skandale denn durch sein Können aufgefallen. In 34 Spielen für die Hanseaten kam der Österreicher auf magere 5 Tore und 4 Vorlagen was eine armselige Quote für einen Spieler seiner Klasse ist.
An der Weser verliert man langsam die Geduld. Nicht erst nach seinem Ausraster auf dem Trainingsgelände, als ,,Astronautovic“ (BILD) seinen Verein als ,,Saftladen“ beschimpfte, wird der 22jährige kritisch beäugt. Er ließ immer wieder sein großes Können aufblitzen aber seine Arroganz, die schon an die von Ibrahimovic erinnert behielt stets die Oberhand. Während der Vorbereitung für die neue Saison hat Arnautovic oft betont, dass er sich bessern wolle. Der Druck, der in der vorigen Saison wegen der hohen Ablösesumme schon extrem war, wird sich nochmal durch die verkorkste erste Saison und die Versprechungen in der Vorbereitung verdoppeln. Da ich gespannt bin, ob der beidfüßig starke Stürmer diesem Druck und auch seinem Versprechen standhalten kann, ist Marko Arnautovic mein ,,player to watch“ der Bremer.
Ich hoffe, dass er sein Wort hält, denn in ihm schlummert ein sehr großer Fussballer. Vielleicht solch ein großer Fussballer, dass der 10malige Nationalspieler bald nicht nur in Sachen Arroganz an Zlatan Imbrahimovic erinnert…

Schalke 04: Lewis Holtby

Bis zum Supercup-Spiel gegen Borussia Dortmund hielt ich Lewis Holtby für einen guten, aber auch etwas überschätzten Spieler. Nach seinem Wechsel von Aachen zu Schalke konnte er sich nicht durchsetzen und machte sich sofort unbeliebt bei Magath als er mit einem Kunstschuss scheiterte. Dann wurde er erst zu Bochum und dann zu Mainz ausgeliehen. Vor allem in Mainz schien er sich endlich durchgesetzt zu haben. Na ja, diesen Eindruck hatte man nach den ersten Spieltagen der vergangenen Saison als Lewis Holtby mit den Mainzern die Liga rockte. Doch dann fiel er zusammen mit der gesamten Mainzer Mannschaft in ein Loch aus dem er nur noch schwer herauskam. Zum Schluss der vergangenen Saison konnte er sich noch auffangen und mit guten aber nicht umreißenden Leistungen bewarb er sich für eine Rückkehr in die Veltins-Arena.
Nun ist Lewis Holtby das Sinnbild des neuen Schalke. Jung, unerfahren, aggressiv aber fair, lauf- und spielfreudig. Lewis Holtby ist Rangnicks Lieblingsschüler und setzt seine taktischen Vorgaben perfekt um. Da ich aber gespannt bin ob Holtby diese Leistungen eine ganze Saison über bringen kann und nicht so einknickt wie letzte Saison, ist er mein ,,player to watch“ auf Schalke.

TSG Hoffenheim 1899: Ryan Babel

Ryan Babel ist für seinen Verein noch immer das Gleiche wie vor 6 Monaten; DER Hoffnungsträger. Meiner bescheidenen Meinung nach ist dies eher ein schlechtes Zeichen, denn ein Spieler wie Babel, der schon in jungen Jahren bei einem Topklub wie dem FC Liverpool gespielt hat, sollte sich in der Bundesliga eigentlich ohne große Probleme eingewöhnen können. Dies war in seinen ersten 6 Monaten offensichtlich nicht der Fall, aber mit Stanislawski soll nun alles besser werden. Der Außenstürmer wird nur gelobt, die Erwartungshaltung ist riesig. Ob er die Fans und Verantwortlichen seines Vereins zufrieden stellen kann wird nicht nur von meiner Seite intensiv beobachtet werden.
Da ich in dieser Saison trotz des Drucks eine Leistungsexplosion des Niederländers erwarte, ist Ryan Babel mein ,,player to watch“ der Sinsheimer.

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